Der grüne Stall

5. Platz 

Im Sommer haben wir an den dem Ideen und Aktionswettbewerb der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. im Rahmen des Projektes „Der Grüne Stall“ 2021 teilgenommen.

Wir, als „Ponyreitschule am Deich“ konnten den 5. Platz belegen, worauf wir sehr stolz sind. Insgesamt nahmen deutschlandweit 50 Reitbetriebe teil.

Nun zu unserem Projekt „Der Grüne Stall“. Wir sind eine sehr naturverbundene und tierliebende Familie. Die Reitanlage liegt in typisch niederrheinischer Landschaft in unmittelbarer Nähe zum Rhein. Im Winter sind die Wildgänse zu Gast und im Sommer die Störche und Schwalben. Mittlerweile bleiben aber auch vor allem die Nilgänse gerne in unserer Region und brüten bei uns am Rande der Pferdewiesen und marschieren nach dem Schlüpfen über unseren Hof, um zum Rhein zu gelangen. Im Herbst trifft man in den späten Abendstunden so manchmal die ein oder andere Erdkröte an. Wo diese genau herkommen, wissen wir selber nicht.

Als im letzten Jahr die Pandemie los ging und man plötzlich viel Zeit hatte, haben wir angefangen einige Ecken am Stall nachhaltig und divers zu gestalten. Das Thema Insektensterben beschäftigt uns als Familie schon länger und somit wurden nach und nach einige kleine naturnahe Projekte von uns, aber auch von meinen Reitschülern und Kooperationspartnern umgesetzt.

Impressionen "Der grüne Stall"

  • Bienen- Hummel – Schmetterlingsweide; dieses blühende Areal wurde im letzten Jahr angelegt. Auch in diesem Jahr brummt und summt es vor den Stallfenstern der Pferde und Ponys.
  • Mittendrin findet man eine selbstgemachte Vogel- und Insektentränke mit kleinen Rettungsinseln
  • Auch eine Hummelburg hat hier ihren Platz gefunden. Die Hummelburg wurde von meiner Mutter, eine begeisterte Töpferin, mittlerweile 75 Jahre alt, gefertigt, denn auch meine Mutter als Seniorin brauchte ihre Aufgaben während der Coronazeit.
  • Außerdem steht inmitten der Blumenwiese ein Birnbaum, an dem nun Ohrwurmhäuser hängen. Die Ohrwurmhäuser wurden von den Vorschulkinder des Kindergartens „Die Waldzwerge“ (Marienbaum) und von Kindern aus dem „Lebensgarten“, Inclusive Kindertagesstätte der Lebenshilfe (Uedem) angefertigt. Bei den „Waldzwergen“ spiele ich jedes Jahr den Sankt Martin und die Kinder mit Therapiebedarf aus Uedem kamen vor Corona regelmäßig zum therapeutischen Reiten. Nach den Sommerferien wird es endlich wieder losgehen. 
  • Im Winter diente der Birnbaum als Futterstation. Meine eigenen 4 Kinder hatten mit Kokusfett und Vogelfutter gebastelt (leider keine Fotos).
  • Zwischen den Stallfenstern findet man ein kleines Insektenhotel, ein weiteres findet man am alten Stallgebäude.
  • Insgesamt hängen 3 Nistkästen für Höhlenbrüter, die meistens gerne von Spatzen angenommen werden.
  • Seit letztem Jahr sind wir im Besitz der NABU-Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“. In den alten Stallungen findet man an die 30 Nester der Rauschwalben. Jedes Jahr freue ich mich aufs Neue, wenn die Schwalben zurückkehren und unsere Stallungen mit ihrem Gesang beleben. Dafür nehmen wir so manchen „Vogelschiss“ gerne in Kauf.
  • In den Wasserkübeln auf den Paddocks und Weiden schwimmen Korkplatten als Rettungsinseln für Vögel und Insekten. Leider sind letztes Jahr einige Jungschwalben in den Kübeln ertrunken. In diesem Jahr ist es bis jetzt gut gegangen. Scheint also zu helfen!
  • In einer Ecke der Reitanlage haben wir eine Totholzecke, außerdem ist die Reitanlage an weiten Teilen mit Hecken (u.a. Haselnuss, Holunder, wilde Heckenrose) eingegrünt, in denen Fasane und Igel hausen.
  • Zusätzlich findet man alt bepflanzte Kübel mit mittlerweile einigen sehr großen Rosensträuchern und Lavendelbüschen.